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Krypto — Anfänger

Was sind Stablecoins?

"Stabil" ist ein Anspruch, keine Garantie. Dieser Leitfaden erklärt die drei Haupttypen von Stablecoins, wie jeder seine Bindung aufrechterhält, was ihn deckt und wann Bindungen brechen.

Schlüsselkonzepte in diesem Leitfaden

  • Was ein Stablecoin ist und warum es ihn gibt
  • Fiat-besicherte Stablecoins: USDC, USDT und wie Reserven funktionieren
  • Krypto-besicherte Stablecoins: Überbesicherung und Liquidation
  • Algorithmische Stablecoins: der UST-Zusammenbruch und warum das Modell fragil ist
  • Regulatorisches Risiko und De-Pegging-Ereignisse

Warum es Stablecoins gibt

Ein Stablecoin ist eine Kryptowährung, die einen stabilen Wert halten soll — fast immer an $1 USD gekoppelt. Sie existieren, um Teilnehmern des Kryptomarkts eine stabile Einheit zu geben, gegen die sie handeln, Rendite erzielen oder zwischen Positionen parken können, ohne jedes Mal zurück auf ein Bankkonto zu wechseln.

Sie verbinden die Geschwindigkeit und Komponierbarkeit von Krypto (sofortige Abwicklung, rund um die Uhr, weltweit zugänglich) mit der Preisstabilität, die Fiatgeld für alltägliche Transaktionen nützlich macht.

Typ 1: Fiat-besichert

Fiat-besicherte Stablecoins (USDC, USDT, BUSD) werden von Unternehmen ausgegeben, die Reserven aus Bargeld und kurzfristigen Staatsanleihen halten. Für jedes ausgegebene Token liegt ungefähr ein Dollar in Reserve. Der Emittent kann Token auf Anfrage gegen Dollar einlösen, was die Bindung stabil hält.

Die Risiken liegen bei Gegenpartei und Verwahrung: Du vertraust darauf, dass das ausgebende Unternehmen echte Reserven hält und nicht von Regulierungsbehörden geschlossen wird. Beides ist in der Praxis schon vorgekommen. Die Zusammensetzung der Reserven ist wichtig — Bargeld und Schatzwechsel sind sicherer als Commercial Paper.

Typ 2: krypto-besichert

Krypto-besicherte Stablecoins (DAI ist das größte Beispiel) werden geprägt, indem mehr Krypto hinterlegt wird, als der Wert der ausgegebenen Stablecoins beträgt — Überbesicherung. Fällt dein Sicherheitswert unter das erforderliche Verhältnis, liquidiert das Protokoll ihn automatisch, um die Bindung zu sichern.

Der Vorteil ist die Dezentralisierung: kein Unternehmen kontrolliert die Reserven. Das Risiko ist, dass ein scharfer, schneller Krypto-Crash die Liquidationen überholen kann, sodass das Protokoll unterbesichert zurückbleibt. Smart-Contract-Fehler fügen eine weitere Risikoebene hinzu.

Typ 3: algorithmisch

Algorithmische Stablecoins versuchen, eine Bindung durch Angebotssteuerung statt durch Reserven aufrechtzuerhalten. Das berühmteste Beispiel, TerraUSD (UST), hielt seine Bindung durch Prägen und Verbrennen eines gekoppelten Tokens (LUNA) aufrecht. Im Mai 2022 brach der Mechanismus in einer Bank-Run-Dynamik zusammen: sinkendes Vertrauen ließ die Bindung abrutschen, was das Prägen von mehr LUNA erforderte, was zu einer Hyperinflation von LUNA führte, was das Vertrauen weiter zerstörte. UST verlor seine Bindung vollständig, und LUNA stürzte innerhalb weniger Tage von Milliarden an Marktkapitalisierung auf nahezu null ab.

Algorithmische Stabilität, die sich nur auf Code und Marktvertrauen stützt, hat sich unter Stress als brüchig erwiesen. Begegnen Sie jedem Stablecoin ohne klare externe Reserven mit erheblicher Skepsis.

De-Peg-Ereignisse

Selbst durch Fiat gedeckte Stablecoins haben sich kurzzeitig entkoppelt. USDC fiel im März 2023 kurzzeitig unter 0,88 $, als die Silicon Valley Bank — die einen Teil von Circles Reserven hielt — zusammenbrach. Die Bindung erholte sich innerhalb weniger Tage, nachdem die FDIC eingriff, aber der Vorfall zeigte, dass kein Stablecoin wirklich risikofrei ist.

Eine Stablecoin bewerten

  • Was steht dahinter? Bargeld und Staatsanleihen sind am sichersten; Krypto-Sicherheiten bringen Marktrisiko hinzu; ohne jede externe Deckung ist es am riskantesten.
  • Wird die Reserve geprüft? Von wem, und wie oft?
  • Wie läuft der Rücknahmeprozess ab? Können Sie direkt beim Emittenten einlösen, oder nur über Sekundärmärkte?
  • Wie hoch ist das regulatorische Risiko des Emittenten?

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Nur Bildungsinhalte. Keine Finanzberatung. Stablecoins bergen Risiken, darunter das Lösen der Kopplung, den Ausfall der Gegenpartei und regulatorische Maßnahmen.