Ein nicht realisierter Gewinn (oder Verlust) ist die Wertänderung eines Assets, das du noch hältst — ein Gewinn oder Verlust, der nur auf dem Papier existiert. Er wird in dem Moment zu einem realisierten Gewinn oder Verlust, in dem du tatsächlich verkaufst, wodurch aus einer nominellen Zahl ein konkretes Ergebnis wird.
Der Unterschied ist mehr als semantisch. Ein unrealisierter Gewinn kann schrumpfen oder verschwinden, bevor du verkaufst, da sich der Preis jederzeit gegen dich bewegen kann. Nur ein realisierter Gewinn ist gesichert, und in den meisten Rechtsordnungen löst nur ein realisierter Gewinn ein steuerpflichtiges Ereignis aus.
Deshalb unterscheiden sich „Papier“-Vermögen und tatsächlich verfügbares Vermögen. Ein großer unrealisierter Gewinn kann zu Selbstüberschätzung verleiten, während sein Verschwinden Panik auslösen kann. Zu wissen, welche Art von Gewinn man vor sich hat, hält Entscheidungen an dem verankert, was tatsächlich gesichert ist.
Durchgerechnetes Beispiel
Eine Coin, die um 40 % gestiegen ist und die Sie nicht verkauft haben, ist ein unrealisierter Gewinn; verkaufen macht den Gewinn real — und meist steuerpflichtig.
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