
Der Bitcoin Dominance Chart ist mehr als nur eine Zahl – er ist ein Fenster zu den wechselnden Gezeiten des Kryptowährungsmarktes. Wenn der Anteil von Bitcoin an der gesamten Kryptowährung steigt, signalisiert dies oft Vorsicht. Wenn er fällt, wächst die Erwartung, dass die Altcoins an Fahrt gewinnen. Dieser Artikel packt die Nuancen der Bitcoin-Dominanz aus und untersucht, was dies für Altcoins bedeutet. Dabei werden Beispiele aus der Praxis, Experteneinblicke, Markttrends und eine Prise menschliche Unberechenbarkeit eingeflochten – denn Märkte verhalten sich selten perfekt.
Im Kern stellt Bitcoin Dominance (BTC-D) den prozentualen Anteil von Bitcoin an der gesamten Marktkapitalisierung von Kryptowährungen dar. Es ist eine einfache Formel – Bitcoins Marktkapitalisierung geteilt durch die gesamte Kryptowährungsmarktkapitalisierung, multipliziert mit 100. Dieses Verhältnis dient häufig als Stimmungsbarometer:
Anfang 2025 kletterte die Dominanz von Bitcoin auf über 62%, ein Niveau, das zuletzt 2021 gesehen wurde, inmitten der globalen wirtschaftlichen Unsicherheit und der institutionellen Akkumulation. Dies deutet darauf hin, dass die Anleger in unruhigen Zeiten nach Stabilität in BTC suchen.
Der Bitcoin Dominance Chart, der auf Plattformen wie CoinMarketCap verfügbar ist, verfolgt die Dominanz in verschiedenen Zeitrahmen (täglich, wöchentlich, jährlich). Er hilft Händlern, Zyklen, Stimmungsumschwünge und potenzielle Rotationen zwischen BTC und Altcoins zu erkennen.
| BTC-Dominanztrend | Bitcoin-Verhalten | Altcoin-Verhalten |
|———————|————————–|———————————————|
| Steigend | Stabilisiert sich oder steigt | Fällt oder entwickelt sich unterdurchschnittlich |
| Fallend | Flach oder bescheidene Gewinne | Steigt aggressiv an – Potenzial für Rallyes |
| Flach | Marktunentschlossenheit | Spiegelt oft den allgemeinen Trend wider |
Als Altsaison werden Zeiten bezeichnet, in denen Altcoins durchweg besser abschneiden als Bitcoin. Beobachter achten in der Regel darauf, dass die Bitcoin-Dominanz unter 55% sinkt, ein traditionelles Signal für grüne Triebe in der Altcoin-Performance.
Im Oktober 2025 löste ein Rückgang der BTC-Dominanz von 64% auf 61% einen Anstieg der Marktkapitalisierung von Altcoins um 15% aus, was eine Veränderung der Risikostimmung und des Anlegerverhaltens unterstreicht. Analysten warnen jedoch davor, dass solche Einbrüche nicht immer den Beginn der Altsaison markieren. Im November wurde ein Rückgang auf 58,9% nicht als Rotation, sondern als Deleveraging gedeutet, was auf die schwache Aktivität auf der Kette und die geringe Traktion der Altcoins zurückzuführen war.
„Für eine nachhaltige Rotation in Alts müssten wir zunächst eine Stabilisierung der Majors und eine Preiskonsolidierung sehen“, sagte Rohit Apte, Head of Markets bei Hex Trust .
Die Altcoin-Bewegung von 2025 war keine reine Spekulation. Sie wurde von makroökonomischem Rückenwind wie dem globalen Liquiditätswachstum und der M2-Expansion in den USA angetrieben, kombiniert mit strukturellen Fortschritten wie der DeFi-Expansion und kettenübergreifenden Innovationen.
Bestimmte Altcoins neigen dazu, in frühen Rotationsphasen an der Spitze zu stehen. Im Jahr 2025 zogen Münzen wie Ethereum, Arbitrum und Meme-Layer-Token wie Little Pepe aufgrund ihrer starken Fundamentaldaten und ihres spekulativen Reizes die Aufmerksamkeit auf sich.
Die Bitcoin-Dominanz ist ein starkes Objektiv, durch das man die Psychologie des Kryptomarktes betrachten kann. Steigende Dominanz deutet auf eine risikoarme Stimmung und die Rolle von BTC als Zufluchtsort hin. Eine sinkende Dominanz ebnet oft den Weg für ein Altcoin-Revival – aber Vorsicht ist geboten. Timing, makroökonomischer Kontext und die Validierung auf der Kette sind entscheidend. Egal, ob Sie als Trader die nächsten Schritte im Auge haben oder als Investor ein strategisches Engagement planen, das Verständnis dieser Grafik schafft Klarheit inmitten der berüchtigten Volatilität der Kryptowährungen.
Die Bitcoin-Dominanz wird berechnet, indem die Marktkapitalisierung von Bitcoin durch die gesamte Krypto-Marktkapitalisierung geteilt und dann mit 100 multipliziert wird.
Altcoins entwickeln sich oft unterdurchschnittlich, wenn BTC.D steigt – die Liquidität fließt zurück in Bitcoin, so dass Vermögenswerte mit geringerer Marktkapitalisierung Mühe haben, sich zu erholen.
Nicht unbedingt. Sie kann zwar einen Stimmungsumschwung signalisieren, aber es müssen oft längere On-Chain-Aktivitäten und eine Stabilisierung der wichtigsten Vermögenswerte folgen, bevor eine echte Altsaison bestätigt wird.
Die Übernahme durch institutionelle Anleger (z.B. ETFs), die Anhäufung von Finanzmitteln durch Unternehmen, die wirtschaftliche Volatilität und die Klarheit der Regulierungsvorschriften können das BTC.D-Niveau erheblich beeinflussen.
Ethereum, prominente Layer-2-Ketten wie Arbitrum und spekulative Meme-Projekte mit starken Gemeinschaften haben in frühen Rotationsphasen oft große Gewinne erzielt.
Sie ist am nützlichsten, wenn sie mit einem breiteren Kontext kombiniert wird – wie Marktzyklen, Makrotrends und Metriken der Handelskette. Bei vorsichtiger Anwendung kann sie helfen, Marktschwankungen zu antizipieren, nicht aber, sie direkt vorherzusagen.
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